Ausstellung „ARMES, reiches SALZBURG“

Armut kann JEDERMANN treffen.

Bettelnde Menschen machen Armut sichtbar…
Sie begegnen uns in der Stadt Salzburg auf Schritt und Tritt.

Die Universitätsbibliothek Salzburg rückt dieses Thema an einem Ort in den Mittelpunkt. Im Festspielbezirk stehen sich zwei Häuser gegenüber: Das Festspielhaus, als Ort der Kunst und die Universität/Universitätsbibliothek, als Ort der Wissenschaft.
Gemeinsam mit den InitiatorInnen des Fotoprojektes „Salzburger Bettelposen“ setzte die Universitätsbibliothek in der Festspielzeit und noch anhaltend bis Mitte November in der Hofstallgasse ein Zeichen für mehr Achtung der Menschenwürde.
armesreichesDie Universitätsbibliothek Salzburg und das Projekt „Salzburger Bettelposen“, initiiert von der Straßenzeitung Apropos, dem Friedensbüro Salzburg und der ARGEkultur, versuchen dem derzeit geführten Diskurs um das Betteln im öffentlichen Raum auf einer künstlerisch-ästhetischen Ebene eine neue Perspektive zu geben.

Texte von Persönlichkeiten aus dem öffentlichen und universitären Leben, historische Exkurse und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Armut relativieren die trügerische Ästhetik der Fotos. Wenn sich Aussehen und Haltung der BettlerInnen verändern, wird auch das Betteln gänzlich neu wahrgenommen. Der Fokus liegt dabei nicht auf den Motiven und den Strukturen des tatsächlichen Bettelns auf den Straßen Salzburgs, sondern auf den vorgefertigten Bildern und Meinungen, die wir als PassantInnen diesen BittstellerInnen zuordnen.

Wohlstands- und Identitätsmerkmale spielen gerade in der Festspielstadt Salzburg eine wichtige Rolle. Doch BettlerInnen machen bewusst, dass auch hier Armut und Ungleichheit eine gesellschaftliche Herausforderung darstellen, die nach einer interdisziplinären Auseinandersetzung rufen.

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