Buch des Monats Jänner 2020

Meinen und Fühlen sind modern – in der Politik, in den Medien und seit kurzem in der Politikdidaktik. Politische Bildung ist zwar der Rationalität verpflichtet, ebenso aber auf Emotionen angewiesen. Gefühle, Stimmungen und Affekte beeinflussen Erkenntnis- und Urteilsprozesse gleichermaßen.

In der politischen Bildung finden sich schon seit den 1970er Jahren Begriffe wie Interesse, Betroffenheit, affektive Einstellungskomponente oder Handlungsmotivation bis hin zu Systemvertrauen, die sich unter dem Stichwort „Emotionen“ sammeln lassen. Doch bleiben sie häufig unpräzise und ihre Beziehung zur Rationalität, zur Vernunft und zum Wissen ungeklärt. Ihr Zusammenhang mit Sozialisationsprozessen und politischem Lernen wird in diesem Band der Didaktischen Reihe angesichts neuer gesellschaftlicher Herausforderungen und didaktischer Entwicklungen diskutiert.

 

Im Zentrum stehen Fragen wie die folgenden:

Wie ist die politikwissenschaftliche Sicht auf Emotionen?
Muss der Zusammenhang von Rationalität und Emotionalität in fachdidaktischen Diskursen neu justiert werden?
Wie lassen sich Emotionen in der aktuellen Kompetenzdebatte verorten?
Und welche Rolle spielen Emotionen bei der politischen Sozialisation von Schülerinnen und Schülern?

(Verlagstext)

 

Siegfried Frech, Dagmar Richter (Hg.): Emotionen im Politikunterricht. unter Mitarbeit von Anja Besand, Gotthard Breit, Siegfried Frech, Oscar W. Gabriel, Tilman Grammes, Natalie Grobshäuser, Felix Heidenreich, Hans-Werner Kuhn, Peter Massing, Monika Oberle, Annette Petri, Dagmar Richter, Veit Straßner, Michael Wehner, Georg Weißeno. Wochenschau-Verlag. 2019
ISBN: 978-3-7344-0788-8 (Print) / 978-3-7344-0789-5 (PDF)

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