Zivilcourage können alle!

18. /19. Jänner 2019

Zivilcourage ist eine wichtige Kompetenz und im Alltag spielt sie für jede und jeden oft eine große Rolle. In der Öffentlichkeit, in Gruppen und in Institutionen spielt das Thema Zivilcourage aus verschiedenen Sichtweisen eine wichtige Rolle: Einmal gibt es Befürchtungen / Angst in verschiedenen Situationen bei zum Beispiel Provokationen und „Anmache“ zu reagieren und es gibt viele Fragen wie ich bei beobachteter oder erlebter Gewalt tätig werde

„Wann greife ich ein?“ „Wie?“ „Wann nicht?“ Diese Fragen stellen sich fast täglich.
Aus pädagogischer Sicht sind die dabei getroffenen Entscheidungen nicht immer nachvollziehbar oder wirken nicht zielführend.

Grundsätzlich geht es deshalb im Kurs um die Verbesserung der Konfliktwahrnehmung, Wissen um typische Konfliktverläufe, Kenntnis bezüglich eskalierendem und deeskalierendem Verhalten sowie Interventionskriterien für Zuschauer. Auch das Thema der Eigenmotivation zum Eingreifen („Warum greife ich ein?“ Was muss passieren, damit ich etwas tue?“) wird mit einbezogen.

Der Focus liegt auf drei Bereichen:

1. Anhand von Spielen und Übungen wird mit „Als-ob-Situationen“ gearbeitet. Für diese Situationen werden Lösungen gesucht und diskutiert. Die Teilnehmenden werden durch die im Prozess des workshops entwickelten Aufgaben und Übungen gestärkt.

2. Bei auftretenden Konflikten, Meinungsverschiedenheiten während der gemeinsamen Arbeit wird durch Intervention und Reaktion der Leitung das eigene Konfliktverhalten der Teilnehmenden gut erkennbar. Für das eigene Konfliktverhalten werden neue konstruktive und zivilcouragierte Handlungsoptionen geübt.

3. Zivilcourage lernen ist eine der wichtigsten Präventionsstrategien. Erst wenn ich genügend sensibilisiert bin und Situationen antizipieren kann weiß ich um die gewaltfreie Kraft meiner Eingreifmöglichkeiten. Und ich weiß wann mit relativ wenig Kraft/ Engagement sich Situationen wenden lassen und die Eskalation in andere Bahnen gelenkt wird. Mit wenig Kraft größere Kräfte lenken wie im Aikido ist die Basis für jede Prävention.

Methodisch wird mit Übungen, Spielen, Aufgaben, szenischem Spiel, erlebnispädagogischen Elementen und Gesprächen gearbeitet.

Referent: Dieter Lünse, Diplom Sozialökonom, Günder des gemeinnützigen Träger „Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e.V.“ in Hamburg, Ausbilder in Mediation (BM). Seit 1998 Geschäftsführer des Fachkreises Gewaltprävention Hamburg, Aktuelles Buch: „Zivilcourage können Alle“, Verlag an der Ruhr 2011,www.ikm-hamburg.de

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