Peer-Mediation in der Schule

Das Friedensbüro Salzburg bietet Ausbildungen für Peer-Mediator*innen an Schulen an. Peer-Mediation ist eine Methode, mit der Jugendliche andere Jugendliche in Streitsituationen unterstützen, konstruktive, gewaltfreie Lösungen zu finden. Ziel ist, das kreative Konfliktlösungspotential von Schülern und Schülerinnen zu aktivieren, Dialogfähigkeit und Identität zu stärken und soziale sowie selbständige Konfliktlösungskompetenz zu entwickeln. Konstruktive Konfliktlösung zielt darauf ab, Kooperation und positive Umgangsformen zu erkennen, zu stärken und auszubauen.  Peer-Mediation eignet sich für Alltagsprobleme im Schulleben wie etwa: Gerüchte, Intoleranz, Konflikte um persönliches Eigentum, Beleidigungen, Beschimpfungen, Rempeleien bis hin zu Raufereien, Eifersucht usw. Nicht geeignete Themen für ein solches von SchülerInnen geleitetes Verfahren sind zum Beispiel: schwere Körperverletzung, sexuelle Übergriffe, schwierige Gruppenkonflikte sowie Verstöße, die strafrechtlich oder schuldisziplinär verfolgt werden müssen.

Was wir mit diesem Projekt wollen …

Unser Augenmerk liegt auf der nachhaltigen Einrichtung von Peer-Mediation in Schulen, weshalb wir großen Wert auf eine enge Kooperation mit der Schulleitung bzw. einer Lehrer*innen-Projektgruppe legen. Das Projekt soll von der Schule (Lehrer*innenprojektgruppe) selbstständig getragen werden. Dafür bedarf es einer Vorbereitungs- und Ausbildungsphase, welche von den Trainerinnen geleitet wird. Dabei werden die Besonderheiten der betreffenden Schule wesentlich mit berücksichtigt (Zusammensetzung des Kollegiums, Schwerpunkte der Schule etc.).

Das Projekt beinhaltet

  • Ausarbeitung der Rahmenbedingungen und des Projektablaufs
  • Ausbildung der Peer-Mediator*innen (geleitet von zwei Mediator*innen, Mindeststundenausmaß: 36 Einheiten)
  • Coaching und Begleitung der ausgebildeten Peers

Zielgruppen
Schüler*innen ab 12 Jahren in den Schultypen Hauptschulen, AHS, BHS

Referenzen




Organisatorisches

Veranstaltungsort:

an Ihrer Schule

Anmeldung:

Barbara Wick, pädagogische Leitung
Friedensbüro Salzburg
+43 (0) 662/ 87 39 31
wick@friedensbuero.at

Referent*innen

Angelika Wallner

Diplomierte Sozialarbeiterin, Mediatorin und systemischer Coach. Langjährige Erfahrung als Sozialpädagogin in der Jugendwohnbetreuung. Nunmehr als selbstständige Mediatorin tätig, bietet sie zusätzlich zu ihrer Vorstandstätigkeit für das Friedensbüro als Referentin Workshops zum Themenbereich Konfliktlösung und Gewaltprävention an.

Barbara Wick, Friedensbüro

Barbara Wick

Sozialarbeiterin, Mediatorin, Deeskalationstrainerin, Theaterpädagogin (Schwerpunkt: Social Theater), Supervision; langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Gruppen durch die Referentinnentätigkeit im Rahmen von Fortbildungen, Workshops und der Leitung von Theaterprojekten. Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Schwerpunkte: Gewaltprävention, Deeskalation, Mediation, Intervention bei Mobbing, Zivilcourage.

Martina Rumpl, Referentin Friedensbüro Salzburg

Martina Rumpl

Erziehungswissenschaftlerin, Mediatorin, Supervisorin, Erlebnis- und Outdoortrainerin; berufliche Schwerpunkte in der Beratung von Familien in Krisensituation, Mediation und Beratung bei hoch eskalierten Konflikten, Begleitung von trauernden Kindern und deren Familien, Trainerin bei rainbows Österreich; Schwerpunkte im Rahmen des Friedensbüros: De-Eskalationsworkshops, konstruktives Handeln bei mobbing und Ausgrenzungssituationen, Konzeptionierung und Implementierung von Peermediationsausbildungen, Leitung der Fortbildung „No blame Approach“