Antiziganismus in Salzburg

Damals und heute

Daniela Köck wird in der aktuellen Ausstellung Kunst/Geschichten des Museum der Moderne Salzburg im Rupertinum einen Überblick über die Geschichte der Roma und Sinti geben und sich dabei vor allem auf ihre Rolle in Salzburg konzentrieren. Dabei wird ein besonderer Blick auf den Antiziganismus geworfen, der bis ins Mittelalter nachweisbar ist und sich in den unterschiedlichen Epochen in verschiedenen Formen zeigte und zeigt. Ein weiterer Fokus der Themenführung gilt der Reflektion von Denkmälern. Dabei soll zum Nachdenken angeregt werden: Wem gehören Denkmäler? Was ist ihre Wirkung? Wie dynamisch kann ein Denkmal sein? Wie statisch?

Eine zentrale Rolle wird deshalb auch die Videoinstallation Rohrbach Living Memorial – Lebendes Denkmal der Künstlerin Sanja Iveković einnehmen. Diese Performance verdeutlicht, dass es bis heute nur wenige Denkmäler in Europa gibt, die an die Roma- und Sintiopfer des Holocaust erinnern. Grundlage des lebenden Denkmals ist ein Foto, das ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist.  Auf dem Bild erkennt man, die auf ihre Deportation wartenden Roma und Sinti. Für die Performance Rohrbach Living Memorial (2005) wurden 100 Menschen eingeladen, ein bis drei Stunden im öffentlichen Raum in einer ähnlichen Pose wie die Personen auf dem Bild zu verweilen.

Themenführung mit Ulrike Guggenberger, freie Kunstvermittlerin am Museum der Moderne Salzburg und Daniela Köck, Friedensbüro Salzburg, in der Ausstellung Kunst/Geschichten
Termin: 22. Oktober, 18.30 Uhr (Dauer: 1 Stunde)
Die Themenführung bedarf keiner Anmeldung, Interessierte bitte pünktlich im Foyer eintreffen
Eintritt: 6/4
Ort: Museum der Moderne Salzburg im Rupertinum, Wiener-Philharmoniker-G 9, 5020 Salzburg

Eine Kooperation von Museum der Moderne und Friedensbüro Salzburg.