Armenien. Gestern. Heute. Morgen

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2015 ist das 100. Gedenkjahr des Genozids an ArmenierInnen. Ein dunkler Fleck in der Geschichte, der in den wenigsten Geschichtsbüchern aufgegriffen wird.
Am 24. April 2015 versammelten sich weltweit tausende ArmenierInnen in der Diaspora und in Armenien selbst, auch viele andere Menschen, die des Genozids gedachten und ihm auch in Zukunft Raum geben wollen. Die türkische Regierung jedoch weigert sich, die Vernichtung als Völkermord anzuerkennen und beharrt in diesem Gedenkjahr vehement auf ihrer Position. Das Erinnern – genauso wie das Nicht-Erinnern – an historische Ereignisse ist stets auch eine politische Stellungnahme und stellt Weichen für zukünftige Wege.

„Wir halten eine Palette voller Farben Armeniens in den Händen- damit wollen wir nun eine frische, freudige Zukunft malen“(Rita Movsesian)
Die Veranstaltung des Friedensbüros „Armenien. Gestern. Heute. Morgen.“ befasst sich mit der Geschichte der Vernichtung der Armenier, der Entstehung eines neuen Armenien und dessen Gegenwart.
Termin: Dienstag, 9.6. 2015, 19-21.30 Uhr,
Ort: Studio, ARGEkultur, Ulrike-Gschwandtner-Straße 5, 5020 Salzburg

Ein Vortrag von Herbert Maurer, der selbst einige Jahre in Armenien lebte und umfassend mit der armenischen Sprache und Kultur vertraut ist, wird auf die Fragen eingehen: Wer ist das Volk der ArmenierInnen? Welche Vorgeschichte, welche politischen Ursachen und welche Tragweite hatte der Genozid 1915? Welche aktuelle politische Bedeutung haben das Gedenken und die Anerkennung als Völkermord? Wie leben die Menschen in Armenien heute und was macht ihre Kultur so vital?

Im Anschluss daran trägt Rita Movsesian (Vocals), begleitet von Karen Asatrian (Komponist und Pianist), armenische Lieder vor. Beide verstehen es virtuos, traditionelle und moderne armenische Musik zu verbinden und musikalische Elemente anderer Kulturen einzubeziehen; die Freude der beiden an ihrer Musik wird im Publikum spürbar sein.

Die Schwingungen der Musik, in der sich Vergangenes mit Gegenwärtigem verbindet, hält Rosa Parz (Malerin und Performance-Künstlerin) in Farbe fest. Vor den Augen des Publikums entsteht auf der Bühne ein Bild; das Gehörte wird im Bild zu etwas Bleibendem, das an vergangenes Erleben erinnert und in neuem Kontext Neues sichtbar machen kann.
Dem Erinnern Zukunft geben gilt für jedes Gedenken.

Eintritt: Freiwilliger Beitrag, jedoch nur mit Anmeldung unter summerer(at)friedensbuero.at oder +43 (0) 662/ 87 39 31

 

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