ERINNERUNGSKULTUR UND KOLLEKTIVE KRÄNKUNGEN

SEMINAR & LESUNG

Seminar: „Erinnerungskultur und kollektive Kränkungen“
Termin: 9. Februar 2019, 09:00 – 16:30, St. Virgil
Referenten: Hans Peter Graß, Kathrin Quatember

Der AfD-Politiker Björn Höcke bezeichnet das Denkmal für die ermordeten Juden Europas als ein „Denkmal der Schande“. Ein Narrativ des Schlussstrichs, das häufig verquickt wird mit der Forderung, sich auf positive  Erzählungen aus der deutschen bzw. österreichischen Geschichte zu fokussieren. Im Seminar wollen wir erkunden, woher solche Einstellungen kommen. Sind sie lediglich politischem Kalkül geschuldet? Welche Kränkungen werden durch Erinnerungspolitik auf kollektiver Ebene angesprochen? Wie kann Erinnern im Spannungsfeld zwischen „Niemals vergessen!“ und Zukunftsorientierung gelingen? Und wie kann und soll moderne Erinnerungspolitik aussehen?

 

Kosten: 35€

 

Lesung & Diskussion: „Schwedenreiter: Zwischen Erinnern und Verdrängen. Ein Roman zum Umgang mit der NS-Vergangenheit“
Termin: 8. Februar 2019, 19.30, St. Virgil
ReferentInnen: Hanna Sukare (Autorin), Brigitte Höfert (Tochter eines Goldegger Wehrdienstverweigerers), Michael Mooslechner (Historiker)
Moderation: Kathrin Quatember

Auf der Suche nach sechs Wehrmachtsdeserteuren stürmten NS-Truppenverbände 1944 den Ort Goldegg. Dabei starben 14 Menschen, mehr als 40 wurden verhaftet und gefoltert. Die Ereignisse sind bis heute nicht ausreichend aufgearbeitet. Hanna Sukares zweiter Roman Schwedenreiter greift die Geschehnisse auf und thematisiert den Umgang der Gemeinde mit ihrer Vergangenheit. Die Hauptfigur, Paul Schwedenreiter, will sich nicht damit abfinden, dass die Deserteure in der Ortschronik (2008) als „gefährliche Landplage“ bezeichnet werden und ein SS-Mann zum Retter des Ortes gekürt wird.

Kosten: 8€

Eine Veranstaltung des Friedensbüro und St. Virgil Salzburg in Kooperation mit erinnern.at. Gefördert aus Mitteln der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung.

 

 

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