Geben erlaubt

Die Geschichte der Armut ist untrennbar mit der Geschichte des Bettelns verbunden. „Bettler-Diskussionen“ wie jene derzeit in Salzburg prägten viele historische Epochen. Einschränkungen des Bettelns – wie in vielen österreichischen Bundesländern in den letzten Jahren geschehen – sind also historisch betrachtet nichts Neues.
Jeder kennt sie, die Bettler-Mythen. Die Berichte von den organisierten Banden und der „Mafia“ im Hintergrund, vom Ausnutzen und der Nötigung von Bettlern oder vom Mercedes hinter der Hausecke. Es handelt sich scheinbar um „Wahrheiten“, die ohnehin jeder kennt, die aber kaum nachweisbar sind.
Die Konfrontation mit Armut bzw. die Begegnung mit BettlerInnen irritiert. Sie ruft Emotionen hervor und stellt uns vor Herausforderungen. Viele Menschen sind sich im Umgang mit BettlerInnen unsicher:

„Soll ich etwas geben? Wenn ja, was und wie viel?“
„Was ist dran an den ganzen Vorwürfen?“.
„Kann ich mit meinen Euros überhaupt etwas ändern?“

Je klarer die eigene Haltung und Einstellung gegenüber bettelnden Menschen und Armut ist, desto unaufgeregter verläuft auch die Begegnung. Genau hier setzt der Workshop an! Einerseits geht es um die Vermittlung von Fakten und die „Entmythisierung“, andererseits werden die TeilnehmerInnen mithilfe unterschiedlicher methodischer Zugänge dabei unterstützt, sich dem Thema bewusst und reflektiert anzunähern, um den Prozess der Meinungsbildung abseits von Polemik und „Legende“ zu unterstützen.

ReferentInnen: Robert Buggler, Hans Peter Graß, Kathrin Quatember
Zielgruppe: alle Interessierten
Kontakt und Kosteninformation: wick@friedensbuero.at

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