Konflikte auf der Bühne bearbeiten

Theaterpädagogik ist ein ganzheitliches Dialogfeld. Das Friedensbüro bietet Workshops zu zwei spezifischen Theatermethoden an, die sich bestens im Bereich der Gewaltpräventionsarbeit bewährt haben.

Forumtheater

Das interaktive „Forumtheater“ ist eine zentrale Methode des „Theaters der Unterdrückten“ von Augusto Boal, der im Rahmen seiner Theaterarbeit eine Reihe von spezifischen Methoden in der Gewaltpräventionsarbeit entwickelt hat. Forumtheater eröffnet Menschen Spielräume für ihre Probleme und sozialen Konflikte. Gemeinsam werden Handlungsalternativen und Lösungen auf der Bühne entwickelt und erprobt. Forumtheater geht davon aus, dass ALLE etwas zu sagen haben. Die Grenze zwischen Bühne und Publikum ist aufgehoben. Forumtheater ist eine weltweit verbreitete und geschätzte partizipative Methode in der Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Playbacktheater

Playbacktheater wird weltweit als Kunst- und Kommunikationsform in vielen unterschiedlichsten pädagogischen, sozialen, therapeutischen und künstlerischen Kontexten praktiziert. Es verkörpert eine Verbindung zwischen modernem Improvisationstheater und alten Formen mündlichen Erzähltheaters.
Ausgehend von Stimmungen, Erlebnissen und Geschichten einzelner ZuschauerInnen werden diese von SchauspielerInnen mittels Körperausdruck, sprachlicher Improvisation in spontaner Darstellung auf der Bühne szenisch umgesetzt und verdichtet zurück-‚gespielt‘. Auf diese Weise werden reale Lebenserfahrungen von Einzelnen aus dem Publikum so gespiegelt, dass auch alltägliche Erfahrungen einen tieferen Sinn für die ErzählerIn und die Gemeinschaft erhalten.

Je nach Bedarf können folgende Themen bearbeitet werden:

  • Erweiterung des Repertoires im Umgang mit Konflikt belasteten Situationen
  • Außenseiterproblematik
  • Dialogfähigkeit und interkulturelle Kompetenz
  • Sensibilisierung für offene und verdeckte Konflikte bei Einzelnen und in Gruppen
  • Auseinandersetzung mit den Normen, Werten und Wertvorstellungen von Menschen mit anderer Kulturzugehörigkeit

Die Arbeit mit diesen interaktiven Theatermethoden ist persönlichkeitsbildend und wirkt in vielen Bereichen:

  • Förderung von Persönlichkeitsentwicklung, Wertschätzung, Empathie und Sozialkompetenz
  • Förderung besonderer Fähigkeiten wie die Auftrittskompetenz vor einer Gruppe
  • Selbstwertstärkung, Öffnung nach Außen und Überwindung von Ängsten
  • Grenzen setzen sowie Förderung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Förderung der emotionalen und künstlerischen Expressivität als auch der kreativen Fähigkeiten
  • Training von Spontaneität, Perspektivwechsel, Flexibilität und Rollenvielfalt
  • Partizipation und Empowerment
  • Theaterarbeit ist Team- und gruppenstärkend

Zielgruppen:

  • Kinder- und Jugendgruppen (8-18 Jahre; Schulklassen, außerschulische Jugendarbeit, …)
  • Erwachsene: Bildungs- und Sozialeinrichtungen

Dauer: 12 – 15 UE – Forumtheater, 9 UE – Playbacktheater
TeilnehmerInnenzahl: nach Absprache
TrainerInnen:
Mag.a (FH) Barbara Wick, geb. 1967, Sozialarbeiterin, eingetragene Mediatorin, Theaterpädagogin
Markus Hopf, geb. 1966, Dipl. Sozial- und Lebensberater, systemischer Aufstellungsleiter, Theaterpädagoge

Land SalzburgStadt Salzburg Kultur
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