„Ich bin enttäuscht, verwirrt, entzückt,…!“ – Mit Empathie eigene und fremde Gefühle erkennen

Mit Empathie eigene und fremde Gefühle erkennen

Die Angst als schwach zu gelten oder ausgelacht zu werden, hindert viele Kinder daran, ihre wahren Empfindungen zu zeigen. Der richtige Umgang mit den eigenen Gefühlen ist besonders für Volksschulkinder ein emotionaler Drahtseilakt, der erst gelernt werden muss. Je besser Kinder ihre eigenen Gefühle verstehen, desto leichter können sie die Emotionen und Bedürfnisse anderer Menschen einordnen, um dann in Streitsituationen angemessen darauf zu reagieren.

ZIELE

  • den zentralen Stellenwert von Gefühlen erkennen lernen
  • eigene Emotionen wahrnehmen und benennen können
  • üben, andere Perspektiven einzunehmen
  • lernen, was Bedürfnisse sind
  • die Konfliktkompetenz stärken

INHALT
Der Workshop möchte den Kindern die zentrale Bedeutung der Gefühle für das tägliche Zusammenleben näherbringen und sie für die Bedürfnisse anderer Menschen sensibilisieren. Im ersten Teil laden großflächige Bildern dazu ein, sich mit dem breiten Spektrum der eigenen Gefühle auseinanderzusetzen. Fällt es mir leicht meine Gefühle (immer) zu zeigen? Wie kann ich die Gefühle bei anderen Kindern erkennen? Warum ist es hilfreich seine Gefühle zu zeigen? Wie kann ich mich durchsetzen, ohne den anderen dabei zu verletzen? Im weiteren Verlauf werden ausgehend vom schulischen Alltag Streitszenen erarbeitet, in denen die Kinder in verschiedene Rollen schlüpfen und dabei andere Perspektiven des Streits kennenlernen. Dieses empathische Einfühlen in Mitmenschen ist die Basis für bewusste Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein im täglichen Miteinander. Die Schwierigkeit eigene und fremde Bedürfnisse zu verstehen wird durch das Konzept „des Eisbergs“ veranschaulicht. Die Kinder lernen, dass es manchmal hinter den Aussagen versteckte Bedürfnisse gibt. Eine mitgebrachte Taucherbrille hilft diesen Bedürfnissen spielerisch auf den Grund zu gehen.

LEISTUNGSUMFANG

3 UE Workshop mit zwei Referent*innen
1 UE Nachbesprechung mit dem Klassenvorstand und den beiden Referent*innen

Durch das Vorgespräch mit dem Klassenvorstand können die Referent*innen eine auf die Konflikte in der jeweiligen Klasse abgestimmte Methodenauswahl anbieten. Beim Nachgespräch liegt der Fokus bei der Reflexion der durchgeführten Methoden, gruppendynamischen Beobachtungen und weiterführenden Empfehlungen.

ZIELGRUPPE
Schüler*innen

SCHULTYP
Volksschule

SCHULSTUFE
Alle Schulstufen

ANGEBOTE MÖGLICH IN
Salzburg Stadt, Flachgau, Tennengau, Pinzgau, Pongau, Lungau




Organisatorisches

Veranstaltungsort:

an Ihrer Schule

Anmeldung:

Barbara Wick, pädagogische Leitung
Friedensbüro Salzburg
+43 (0) 662/ 87 39 31
wick@friedensbuero.at

Referent*innen

Angelika Rettenbacher

Systemische Ehe – und Familienberaterin/ psychosoziale Beraterin, SAFE- Mentorin, Psychomotorikerin und Kindergartenpädagogin. Langjährige pädagogische Leitung einer privaten alterserweiterten, integrativen Kinderbetreuungseinrichtung für Kinder von 1-10 Jahren und anschließend Bereichsleitung von privaten mehreren Kinderbetreuungseinrichtungen (Krabbelgruppen, alterserweiterte Kindergruppen und Kindergarten). Reformpädagogische Fundierung in der Reggio-Pädagogik. Persönlicher Schwerpunkt: Systemische Aufstellungsarbeit, Team- und Organisationsentwicklung, Bewegung

Barbara Wick

Sozialarbeiterin, Mediatorin, Deeskalationstrainerin, Theaterpädagogin (Schwerpunkt: Social Theater), Supervision i.A.; langjährige Erfahrung, Seminare, Workshops und Theaterprojekte mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Schwerpunkte: Gewaltprävention, Deeskalation, Mediation, konstruktive Konfliktbearbeitung. Pädagogische Leitung im Friedensbüro Salzburg

Christoph Burmann

Psychologe, Trainer und Coach. Langjährige Erfahrung und Seminare im Bereich Kommunikation, Konfliktmanagement und Führungskräfteentwicklung. Begleitung von Organisationsentwicklungsprozessen. Schwerpunkt im Rahmen des Friedensbüros: Gewaltprävention, De-Eskalation, Kommunikation.
www.burmann.me

Katharina Fürbach

Mutter von vier Kindern; hauptberuflich seit 1999 in der Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigung tätig. Dipl. Erwachsenbildnerin, Ausbildungen in Mediation und Supervision, Sterbe- und Trauerbegleitung, Sozialpsychiatrie sowie Erlebnispädagogik. Workshopschwerpunkt: Konfliktprävention und Konfliktberarbeitung mit Menschen mit Beeinträchtigung.

Eugen Würz

Barbara Reschreiter

Psychologin, Mediatorin, Gestalt- und Montessoripädagogin, Kindergartenpädagogin. Mehrjährige Erfahrung in der Ausbildung von AHS Lehrer/-innen und AHS Schüler/-innen zu Schulmediatoren bzw. Schulmediatorinnen. Mehrjährige Erfahrung als Sozialpädagogin in der Arbeit mit Jugendlichen im Rahmen der Jugendwohlfahrt, 12 Jahre Praxis als Kindergartenpädagogin. Interessensschwerpunkte: Gewaltprävention, Gemeinschaftsbasierende Konfliktlösung

Martina Rumpl

Erziehungswissenschaftlerin, Mediatorin, Supervisorin, Erlebnis- und Outdoortrainerin; berufliche Schwerpunkte in der Beratung von Familien in Krisensituation, Mediation und Beratung bei hoch eskalierten Konflikten, Begleitung von trauernden Kindern und deren Familien, Trainerin bei rainbows Österreich; Schwerpunkte im Rahmen des Friedensbüros: De-Eskalationsworkshops, konstruktives Handeln bei mobbing und Ausgrenzungssituationen, Konzeptionierung und Implementierung von Peermediationsausbildungen, Leitung der Fortbildung „No blame Approach“

Markus Hopf

Lebens- und Sozialberater, Mediator, Supervisor, Deeskalationstrainer, Theaterpädagoge (Schwerpunkt: Social Theater). Langjährige Praxis mit Gruppen und in der Einzelberatung in der Jugend- und Erwachsenenbildung
Themenbereiche:  Sozialkompetenztraining, Konfliktmanagement und Gruppendynamik, Mediation und Beratung, Supervision, Deeskalation und Zivilcourage. www.dialoglabor.at

Stefan Kofler

Mediator, geb. 1974 in Salzburg, Zusatzausbildungen als Jugendtrainer, in der Gewaltprävention und im Casemanagement, Arbeit mit psychisch erkrankten Jugendlichen in Projekten des Sozialministerium-service, Sozialpädagogische Arbeit mit fremduntergebrachten Kindern und Jugendlichen im Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe, Lehrlingscoaching für die Wirtschaftskammer Salzburg, Coaching in Erwachsenenprokjekten des AMS