KOLLEKTIVE KRÄNKUNGEN: Populismus – Emotion und Politik

Populistische Parteien und Bewegungen stellen gegenwärtig die westlichen Demokratien vor eine große Herausforderung. Was ursprünglich als Protesterscheinung von nur kurzfristigem Erfolg abgetan wurde, hat sich längst im Mainstream verankert und zieht weite Kreise in Politik und Gesellschaft. Das Ansprechen von Kränkungen und Emotionen, Provokationen und das Denken in einfachen, dichotomen Schemata sind dabei mitunter als zentrale Elemente dieses Politikstils zu nennen, der das politische Klima der letzten Jahre maßgeblich geprägt hat.

Diese Entwicklung fordert auch die politische Bildung heraus. In dem Workshop versuchen wir, die zugrunde liegenden Mechanismen aufzuarbeiten und uns kritisch mit ihnen auseinander zu setzen. Welche Rolle spielen Emotionen und kollektive Kränkungen? Wie versuchen (populistische) Politiker*innen, Wähler für sich zu gewinnen und zu manipulieren? Wie kann man sich diesen Strategien widersetzen? Neben der Sachkompetenz soll vor allem die Urteils- und Handlungskompetenz der SchülerInnen gefördert werden.

ZIELE

Die Schüler*innen…

  • analysieren den Zusammenhang zwischen Kognition, Affekt und Verhalten.
  • lernen Beispiele für kollektive Kränkungen kennen.
  • können Potentiale und Gefahren von Emotionen und Kränkungen beurteilen, vor allem im Bereich des Politischen.
  • setzen sich kritisch mit Manipulationsstrategien durch (populistische) Politik und Medien auseinander.
  • entwickeln konstruktive Möglichkeiten, sich diesen Manipulationsstrategien zu entziehen.

DAUER
3UE

 




Organisatorisches

Veranstaltungsort:

In-House (Schulen und Einrichtungen)

Anmeldung:

Barbara Wick, pädagogische Leitung
Friedensbüro Salzburg
+43 (0) 662/ 87 39 31
wick@friedensbuero.at

Referent*innen

Kristina Langeder-Höll

Lehramtsstudium Englisch, Psychologie/Philosophie und Geschichte/Sozialkunde/Politische Bildung; im Friedensbüro zuständig für Workshops, Seminare und Projekte im Bereich der politischen Bildung sowie für die Zeitschrift „Kranich“; Universitätsassistentin an der Universität Wien (Didaktik der Geschichte). Interessenschwerpunkte: Vorurteile, Populismus, Extremismus, politische Psychologie, Inter-/Transkulturalität, Inklusion.