Mut statt Wut

Ein Plädoyer für Rückgrat in zwei Teilen
- Termin: 12. November 2026, 18:00 Uhr
- Ort: Kapitelsaal, Kapitelplatz 6, 5020 Salzburg
Was bedeutet es, Haltung zu zeigen, wenn Unrecht zum Alltag wird? Und was können uns Menschen, die den Mut hatten, sich gegen Hitler zu stellen, heute mitgeben? Der Abend „Mut statt Wut“ lädt dazu ein, hinzusehen, zuzuhören und über die eigene Verantwortung nachzudenken.
Für den Salzburger Publizisten Michael J. Mayr steht Courage für „Beherztheit und aktive Überzeugung“. Die Erinnerung an mutige Menschen ist für ihn ein Auftrag an die Gegenwart: Ihre Geschichten können unser Gespür für Menschlichkeit schärfen – auch in aktuellen Debatten über Migration und Zusammenleben. Damit wendet er sich zugleich gegen den Wunsch, einen Schlussstrich unter die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit zu ziehen.
Im ersten Teil zeigt Mayr sein erschütterndes Filmdokument „Grenz-Leben. Mit Mut gegen Hitler in Osttirol“. Darin porträtiert er Menschen wie du und ich, die unter dem Druck eines mörderischen Regimes Nein zu Ungerechtigkeit und Unfrieden sagten. Ihre Beispiele machen Mut und stellen Fragen, die uns bis heute angehen. Das gleichnamige Buch
Den zweiten Teil gestalten Stephan Pointner (Gesang, Schauspiel) und Benedikt Holter (Klavier, Piano) mit ihrem Programm “Unwirkliche Lieder”. Sie präsentieren Lieder von Georg Kreisler und Hanns Eisler, die beide vom Nationalsozialismus verfolgt wurden. Mit scharfem Witz und musikalischer Ausdruckskraft führen die Lieder von scheinbar harmlosen Alltagserzählungen zu unbequemen Einsichten.
Wir laden Sie herzlich zu einem Abend ein, der historische Erinnerung mit Fragen an die Gegenwart verbindet: für Mut statt Wut, für Haltung und Menschlichkeit.