Building the Peace Region Alps-Adriatic

Ein grenzübergreifendes Projekt

„Frieden durch dialogische Erinnerung“

 

Kärnten – Slowenien: eine schwierige Beziehung

Die Beziehungen zwischen den Volksgruppen in Kärnten und zwischen Österreich und dem Nachbarland Slowenien waren nicht immer die besten. Die lange verweigerten Rechte der (Kärntner) Sloweninnen und Slowenen belasteten die gegenseitigen Beziehungenebenso wie einige dunkle Punkte der slowenischen Vergangenheit. Nach der (zwar umstrittenen, aber doch von vielen akzeptierten) Regelung der Ortstafelfrage und dem Beginn der Geschichtsaufarbeitung in Slowenien hat sich aber die Situation entspannt. Darauf hin hat eine Gruppe von Menschen aus Slowenien und Österreich – Wissenschaftler/innen, Vertreter/innen von Organisationen und Einzelpersonen –im Jahr 2013 beschlossen, den Schwung zu nützen, um noch einen Schritt weiter zu gehen.

Ein neuer Anlauf von unten

Strittige Fragen sollten tabulos und offen mit einander besprochen werden – wie die zu geringe Aufmerksamkeit der österreichischen Öffentlichkeit für das Schicksal der ausgesiedelten Kärntner Sloweninnen und Slowenen, das Weiterwirken rechtsradikalen Denkens in Kärnten, auch nach dem Ende des Nationalsozialismus, die Weigerung der Republik Slowenien, den Deutschsprachigen Minderheitenrechte zuzugestehen, oder die noch immer erst zögernde Aufarbeitung von Übergriffen und Verbrechen zur Zeit des Kommunismus… Schnell zeigte sich, dass bereits die Formulierung der Streitfragen – umstritten war. Doch irgendwo muss man ja beginnen.

Ziel: Eine Auseinandersetzung der Zivilgesellschaft beider Länder über alle strittigen Punkte, wenn man so will, ein kleiner Schritt einer Außenpolitik von unten.

Besonderheit: Bei den Dialogrunden kamen Menschen sehr unterschiedlicher politischer Ausrichtung und verschiedenster Altersstufen zu Wort.

Methode: der „offene und inklusive Dialog“, die freie Aussprache, die nicht das Ziel hat, anderen die eigene Erzählung von der Wirklichkeit, das eigene „Narrativ“ also, aufzuzwängen, sondern die an einem echten Austausch interessiert ist.

Werner Wintersteiner wird im Rahmen des Panels mehr über das Projekt berichten.

Details und weitere Informationen zum Projekt, finden sich in dieser Datei: PRAA-Überblick (1)

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