Rechtspopulismus und kollektive Kränkungen

Seminar

Populistische Parteien und Bewegungen stellen gegenwärtig die westlichen Demokratien vor große Herausforderungen. Das Ansprechen von Kränkungen und Emotionen, Provokationen und das Denken in einfachen Mustern sind dabei mitunter als zentrale Elemente dieses Politikstils zu nennen, der das politische Klima der letzten Jahre maßgeblich geprägt hat. Die Gesellschaft wird als geteilt beschrieben. Die Trennlinie verläuft entlang von ethnischen, religiösen und kulturellen, aber auch sozialen Zuschreibungen.
Im Seminar bearbeiten wir die zugrunde liegenden Mechanismen. Wie wirken negative Narrative, Diskriminierungen, Verfolgung oder Krieg auf individuelle und kollektive Identitäten? Welche Rolle spielen Emotionen und kollektive Kränkungen in diesem Zusammenhang? Wie versuchen (populistische) Politiker/innen, Wähler/innen für sich zu gewinnen und zu manipulieren – und wie kann man sich diesen Strategien widersetzen?

 

Referierende:
Hans Peter Graß
Erwachsenenbildner, Geschäftsführer des Friedensbüros Salzburg
Kristina Langeder
Referentin des Friedensbüros Salzburg für politische Bildung, Salzburg

Fr. 25.05.2018, 14.00 bis 21.00 Uhr und
Sa. 26.05.2018, 09.00 bis 16.30 Uhr

inklusive Abendvortrag mit Walter Ötsch:  Rechtspopulismus:Politik für „das Volk“?
19.30-21.00 Uhr am 25.05.2018

Zum Inhalt des Abendvortrages:

Spätestens seit der Abstimmung zum Brexit und der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten befindet sich der Rechtspopulismus auf dem Vormarsch, wie zuletzt auch die Wahlen in Italien und Ungarn gezeigt haben. Im Vortrag erläutert der  Kommunikationsexperte Walter Ötsch in Anlehnung an sein neues Buch „Populismus für Anfänger – Anleitung zur Volksverführung“ (gemeinsam mit Nina Horaczek), dass der Rechtspopulismus auf dem einfachen Bild einer zweigeteilten Gesellschaft beruht: Hier sind die wahren und braven WIR und dort sind die falschen und bösen ANDEREN. Aus diesem Bild ergeben sich die Sprache, die Taktiken, die innere Organisation und eine fortwährende Eskalation, die die Demokratie bedroht. Warum kann ein so einfaches Denken heute so viel Zustimmung erlangen?

Ort:
St. Virgil Salzburg
Ernst-Grein-Straße 14 | A-5026 Salzburg

Beitrag: € 20,-
Teilnehmende max. 20

Anmeldung und nähere Informationen:

St.  Virgil Salzburg
Michaela Luritzhofer
Tel. +43 662 65901 – 514
anmeldung@virgil.at

Kooperation mit St. Virgil Salzburg
Gefördert aus Mitteln der Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung

 

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