Symposium WIDERständig

22. und 23. November | KunstQuartier Salzburg

Inhalt

Die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im nationalen, internationalen und globalen Kontext schüren nicht nur Angst und Resignation, sondern führen auch zu einer breiten Renaissance des Begriffes „Widerstand“. Die daraus entstehen Bilder zeigen starke Bezüge zu historischen Widerstandsformaten aber auch zu neuen Elementen insbesondere im Kontext von Social-Media.

Was macht Widerstand aus und was macht Widerstand mit uns? Er lebt gestern wie heute von Zuspitzung, Konfrontation und Identifikation. Diese Bindung baut auf einer starken Zustimmung zu den gesetzten Zielen, zur Überzeugung der Methoden, diese zu erreichen und der Haltung, die hinter diesem Tun steht. Erleichtert wird diese Identifikation, wenn sich die Handelnden darüber hinaus in einer Gruppe Gleichgesinnte finden, die sich gegenseitig bestärkt und über positive Narrative und Emotionen zusammengehörig fühlt. Dem Umgang mit den politisch Andersdenkenden kommt in  diesem Kontext eine besondere Bedeutung zu. Wo braucht es Konfrontation, Stellungnahme und Kompromisslosigkeit und zu welchem Zeitpunkt bedarf es des Dialogs, des Perspektivenwechsels und der Infragestellung eigener Haltungen und Postulate?

Die starke Identifikation mit einem Thema oder einer Gruppe  und die Emotionalisierung im Prozess lassen gleichzeitig eine Dynamik entstehen, die in einem permanenten Spannungsverhältnis von Stereotypen, Feindbildkonstruktionen und Polarisierungen steht.

Zudem stellt sich gerade in emanzipatorisch-motivierten Bewegungen und Initiativen permanent die Frage  nach dem Umgang mit gewaltförmigen Prozessen und Eskalationen.

 

Das Symposium WIDERständig thematisiert diese Spannungsverhältnisse, Ambivalenzen und Dilemmata, möchte einen breiten Diskurs dazu initiieren und scheinbare Widersprüche offenlegen, die blockieren und handlungsunfähig machen.

 

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